Mekong-Delta: Highlights abseits der Touristenpfade

Du planst eine Reise in das Mekong-Delta? Sehr gut! Denn in diesem Areal bekommst du ein authentisches Vietnam-Erlebnis, dicht am Alltag der Menschen und ohne viel Tourismus. Es sei vorab gesagt, dass das Mekong-Delta selbst die Sehenswürdigkeit ist, die es zu entdecken gibt, und um einen Bruchteil der Schönheit zu erfahren, solltest du dir mehrere Tage Zeit nehmen. Denn obwohl es im Mekong-Delta keine herausragenden Sehenswürdigkeiten gibt, kannst du hier dennoch einiges erleben und deine Ausflüge auf eigene Faust, so wie wir, organisieren und dich ganz individuell bewegen. Wenn du diese Zeit nicht hast, dann macht es natürlich auch ein Tagesausflug. Wir haben insgesamt 1 Woche im Mekong-Delta verbracht und sind schlussendlich auch über den Mekong von Vietnam nach Kambodscha ausgereist.

Mekong-Delta in Südvietnam

Wissenswertes über das Mekong-Delta

Was genau ist eigentlich dieses “Delta”? Das Mekong-Delta zählt für viele zu einem der schönsten Ziele in Vietnam. Nicht zuletzt deswegen, weil du hier das authentische Vietnam abseits vom Trubel beobachten kannst. Der mächtige Mekong ist ein Flussdelta, welcher im Hochland von Tibet entsteht und als Lebensader vieler Völker in Asien gilt. Bevor er im äußersten Süden Vietnams in das Meer mündet, gabelt er sich in mehrere Flussarme, genau genommen gabelt er sich 9 Mal. Daher nennen die Vietnamesen ihn auch den “Neun-Drachen-Fluss”. Du kannst dir sicher vorstellen, dass durch die fruchtbaren Böden des Flussdeltas eine intensive Landwirtschaft möglich ist. Das Leben im Mekong-Delta findet im Einklang mit dem Wasserstand statt. Vorrangig werden Reis, Kokosnüsse, tropische Früchte und Zuckerrohr angebaut. Unter anderem werden die Produkte auf einem der schwimmenden Märkte verkauft. Und obwohl ein schwimmender Markt vermutlich auf jeder To-do steht, haben wir schlussendlich gar keinen besucht. 😀 Aber auch ohne die Besichtigung von einem der schwimmenden Märkte fand ich die Woche, in der wir durch das Mekong-Delta gereist sind, sehr interessant.

Das Mekong-Delta kam mir im generellen sehr viel ruhiger vor, was den Tourismus betraf, als andere Orte Vietnams. Mir scheint, als ob die wenigsten diese Region ganz im Süden Vietnams auf dem Schirm haben. Hatten wir nämlich zuerst auch nicht, bis wir uns mit der Weiterreise nach Kambodscha beschäftigt haben. Dazu aber mehr hier. 

Orientierung im Mekong-Delta und Anreise

Das Mekong-Delta befindet sich im tiefsten Süden von Vietnam und liegt in etwa dreieinhalb Stunden Busfahrt von Ho Chi Minh City entfernt. Der wichtigste Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region ist die größte Stadt des Mekong-Deltas und die viertgrößte Stadt des Landes: Can Tho. Für die meisten Reisenden ist Can Tho daher auch die erste (und meist die Einzige) Station im Mekong-Delta. Dabei bietet diese Region die unterschiedlichsten kleinen Städte und Orte, in denen eigene Plantagen, Sehenswürdigkeiten, Handwerksbetriebe und Farmen zu finden sind. Es ist der übliche Weg, von Ho Chi Minh City per Bus ins Mekong-Delta zu fahren. Zum Beispiel nach Can Tho, oder wie wir nach Ben Tre. Das Angebot an Transportmöglichkeiten ist groß und es reicht, wenn du dich vor Ort um die Abreise kümmerst. 

Hier die Übersicht, welche Städte wir im Mekong-Delta besucht haben, bevor wir schlussendlich über den Mekong nach Kambodscha weitergereist sind:

  • Anreise von Ho Chi Minh Stadt nach Ben Tre
    Privaten Taxifahrer gebucht über 12GoAsia*
    Dauer: 2 Stunden
    Mekong Home (Ben Tre)* (2 Nächte, 120 € für einen eigenen Bungalow)
  • Von Ben Tre nach Can Tho
    Taxifahrer von Mekong Home an den Busbahnhof von Ben Tre 
    Ticket für den Local Bus vor Ort gekauft (wenige Euro)
    Dauer: 4 1/2 Stunden 
    House for All* (Can Tho) (3 Nächte, 39 € für ein ganzes Apartment inkl. eigener Küche)
  • Von Can Tho nach Chau Doc
    Sleeper Bus gebucht über 12GoAsia*
    Dauer: 3 1/2 Stunden

    Dong Bao Hotel* (Chau Doc) ( 1 Nacht, 16 € für 1 Doppelzimmer)
  • Von Chao Doc (Vietnam) nach Phnom Penh (Kambodscha)
    Hier zum Ablauf der Ausreise Vietnam und Einreise Kambodscha 
    Speedboot-Ticket: 40 € p.P. (Organisiert durch Unterkunft Dong Bao Hotel*)
    Visum Kambodscha: 34 € p.P.

Fünf Nächte Mekong-Delta: 3 Nächte Ben Tre, 3 Nächte Can Tho, 1 Nacht Chau Doc

Ben Tre: Die Kokosnuss-Metropole Vietnams

Ben Tre liegt zwischen Ho Chi Minh Stadt und Can Tho, was es zu einem idealen Ziel für alle macht, die nach einer Mekong-Delta-Erfahrung mit viel lokalem Charme und weniger Touristen suchen. Das Städtchen Ben Tre befindet sich im Herzen des Mekong-Deltas und Naturliebhaber aufgepasst: Das ist euer Ziel! Denn Ben Tre ist bekannt für seinen ökologischen Tourismus, mit vielen Möglichkeiten, das Delta per Boot oder mit dem Fahrrad zu erkunden und so die traditionellen Lebensweisen besser kennenzulernen. Ruhige Uferwege und eine entspannte Atmosphäre warten in hier auf dich. 

Überraschenderweise ist die Stadt Ben Tre sehr belebt und so fuhren wir mit unserem Taxi von Ho Chi Minh Stadt kommend mitten durch eine kleine Metropole mit hupenden Mopeds. Aber etwas außerhalb des Zentrums sieht das ganze schon völlig anders aus und unser Aufenthalt an einem der Kanäle war Idylle pur. Denn Ben Tre ist bekannt für seine verwundenen Flüsse, die ruhige Landschaft, die Kokosnussfarmen und die bekannten Kokosnuss-Bonbons “Keo dura”.

Ben Tre: Handgemachte Bonbons und Boote als das wichtigste Verkehrsmittel

Aufenthalt im Mekong Home in Ben Tre

Unbedingt möchte ich euch unsere Unterkunft für 2 Nächte in Ben Tre empfehlen: das Mekong Home*, welches in der dichten und üppigen Vegetation direkt an einem der Flussarme des Mekong liegt. Oh, was habe ich geschwärmt! Auch wenn es nicht ganz günstig ist, so lohnt sich diese Unterkunft sehr, wenn man nach einem besonderen Rückzugsort sucht. Das Mekong Home liegt in etwa 20 Minuten außerhalb des Stadtzentrums. Was aber überhaupt nicht stört, denn das Zentrum von Ben Tre wirkte jetzt nicht so, als ob ich da unbedingt länger bleiben muss. Das Mekong Home ist eine wirkliche Oase der Ruhe und Idylle, mit sehr viel Liebe fürs Detail ausgerichtet, und ich habe mich sofort wohlgefühlt. 

Der Gastgeber und seine Familie tun wirklich alles, damit du dich wohlfühlst und es mangelt dir an nichts. Die Zimmer in den Bungalows sind sehr geschmackvoll eingerichtet und auch die kleinen Terrassen davor mit einer Hängematte und Sitzmöglichkeiten laden zum Entspannen ein. Die Bootstouren, die direkt vom hoteleigenen Steg aus starten, sind sehr zu empfehlen. Direkt am ersten Abend haben wir auch an einem Kochkurs teilgenommen und konnten unsere eigenen Pancakes selber machen und danach direkt essen. 

Angebote, die du im Mekong Home wahrnehmen kannst:

  • Kostenloser Fahrradverleih
    Das ländliche Ben Tre mit dem Fahrrad zu erkunden gehörte zu meinen liebsten Aktivitäten, und wir erhielten vorab eine Wegeschreibung für einen Rundweg von 6 oder für 12 Kilometer. Am ersten Tag sind wir die eine Route und am zweiten Tag die andere Route abgefahren. Eine Region vom Fahrrad aus zu entdecken, bietet dir einen tollen Einblick in das Leben der Menschen!
  • Hoteleigenes Restaurant
    Man nimmt überwiegend die Essensangebote vor Ort wahr. Was wir aber zu keinem Zeitpunkt als schlimm empfanden, da es sehr lecker war. Das Essen war frisch, schmackhaft, völlig ausreichend. Außerdem lag das Restaurant mit den Sitzen auf einer Holzterrasse direkt am Fluss, mit Lichterketten, die es noch gemütlicher machen, es war absolut schön.
  • Gemeinsames Kochen
    Okay, wir haben selber Pancakes gemacht unter Anleitung, aber haben dabei auch einiges über die in der Region verwendeten Kochutensilien gelernt – sehr interessant!
  • Angebot von kostenpflichtigen Touren
  • Massagen und hoteleigener Pool

Mekong Home*
Aufenthalt: 2 Nächte
Kosten: 120 € gesamt
Halbtagestour Bootsfahrt: circa 28 € pro Person
Ganzkörpermassage: 30 € pro Person
Zufriedenheit zum Aufenthalt: 100% und ganz klare Empfehlung!
Mag nicht die günstigste Unterkunft sein, ist wirklich ab vom Schuss, aber genau das macht den Charme aus und euch mangelt es hier an nichts

Unser Bungalow und Zimmer

Oase der Ruhe und Idylle

Hoteleigener Steg

Abendessen im Mekong Home

Halbtagestour mit dem Boot durch Ben Tre

Ich würde dir empfehlen, einen Tag in Ben Tre dafür zu verwenden, die Region im Rahmen einer geführten Halbtagestour zu entdecken. Wenn möglich, dann mit einer privaten Tour, so wird das Erlebnis einfach persönlicher. Touren und Bootstouren können ganz einfach über deine Unterkunft gebucht werden. Wir haben eine Bootstour über unsere Unterkunft, das Mekong Home* gebucht für circa 28 € pro Person. Bei einer geführten Tour lernst du, wie das Leben im Mekong-Delta funktioniert. Unsere Bootstour umfasste eine Mischung aus: auf dem Fluss entlangfahren, Pause in einem Obstgarten, Werkstätten am Ufer besichtigen, sehr viel Naschen und Probieren der lokalen Spezialitäten. Mehr dazu im fortlaufenden Text. 🙂

Was macht die Region Ben Tre so einzigartig?

Ben Tre gilt als die Kokosnuss-Metropole Vietnams. Nirgendwo im Land wachsen so viele verschiedene Arten von Kokosnüssen wie hier. Alles das, was bei der Kokosnussproduktion anfällt, wird auch zu 100% verwertet. Entweder zum Verzehr, für Wellnessprodukte, Handwerkskunst, oder auch als Rohstoff zur weiteren Verarbeitung in der Industrie sowie als Brennmaterial in der Ziegelherstellung. In erster Linie ist die Provinz aber bekannt wegen der Herstellung der Kokosnussbonbons “Keo Dua”, eine kleine Köstlichkeit, die in den kleinen Bonbonfabriken ihren Ursprung findet. In der Regel wird die klebrige Masse von Frauen, in einem kleinen Kessel angerührt, anschließend ausgerollt, in Stücke geschnitten und zum Schluss für den Verkauf in Papier gewickelt.

Gestartet sind wir um 8:30 Uhr am privaten Steg des Mekong Home und waren wenige Stunden um 11:30 Uhr auch schon wieder zurück. Völlig entspannt und eine schöne Zeit für einen Ausflug. Auf unserem Boot sind nur wir, unser Guide und unser Fahrer. Herrlich ruhig. Den Morgen starten wir in einem der Obstgärten, in dem wir von einem umfangreichen Teller mit lokalem Obst naschen konnten. (Mein Gott, war ich danach satt – so gut!) Außerdem habe ich meine Liebe für Jackfrucht entdeckt… Es riecht und schmeckt einfach wie Gummibärchen! Ungelogen, die Superfrucht müsst ihr unbedingt mal kosten. Der kleine Familienbetrieb hatte natürlich auch eine Palette an Kokosnussprodukten zum Verkauf zu bieten. Wir haben uns für jeweils eine Tüte Kokosnuss-Kuchen und Kokosnuss-Chips entschieden. 

Gebuchte Tour über das Mekong Home*

Besuch in einem Obstgarten mit Verkostung 

Neue Lieblingsfrucht: Jackfrucht!

Ben Tre: Kokosbonbons "Keo Dura" im Mekong-Delta

Handgemachte Bonbons und Boote als das wichtigste Verkehrsmittel. Ja, das Mekong-Delta im Süden Vietnams fasziniert mich. Ben Tre ist auch als “Capitol of coconuts” bekannt, da es zahlreiche Kokosnuss-Plantagen gibt. Mit unserem Boot fuhren wir durch die Kanäle des Mekong-Deltas, haben während der Bootsfahrt das süße Wasser der Kokosnüsse getrunken und konnten das lokale Leben auf dem Fluss beobachten. Wir sahen die großen Schiffe, vollbeladen mit Kokosnüssen. Es wunderte also nicht, als unser nächster Stopp in einer der zahlreichen Kokosnuss-Bonbonfabriken war. Wir durften wieder die unterschiedlichsten Kokosnussprodukte probieren. (Bringt eine gute Portion Hunger mit! :D) Dieses Mal konnten wir die sehr bekannten “Keo Dura”-Kokosnussbonbons testen. Habt ihr jemals die Möglichkeit, diese Bonbons zu kosten: Macht es! Eine sehr süße und sehr zähe, aromatische Masse! Sehr lecker! Wir konnten zuschauen, wie die Kokosnüsse verarbeitet werden, wie man die Kokosnussmilch gewinnt und schlussendlich auch, wie der Prozess zur Herstellung der Keo Dura Bonbons funktioniert. Auch hier haben wir uns als Dankeschön, mehr über die tägliche Arbeit kennenlernen zu dürfen, eine Packung der Kokosnussbonbons mitgenommen. Zum Verkauf standen beispielsweise auch handgefertigte Produkte aus Kokosnüssen: Tassen, Teller, Schalen, Löffel, etc. An der Möglichkeit, sich ein Souvenir oder ein hübsches Geschenk mitzunehmen, mangelt es nicht. 

Herstellung der Kokosnussbonbons “Keo Dura”

Unterschiedlichste Süßigkeiten zum Kosten

Kokosmilch Herstellung

Gekauft: Kokoschips-, Bonbons-, und Kuchen

Ben Tre: Vietnams Herz der Kokosnussindustrie

Langsam neigte sich unsere Tour dem Ende zu und ich wusste gar nicht, wie mir geschah, als wir zu Fuß mitten in einer der Arbeitsstätten landeten. Die frischen Kokosnüsse werden geschält, um später für beispielsweise Öl oder Milch in den Fabriken weiterverarbeitet werden zu können. Flink, und ohne Zeit zu verlieren, fanden die geschälten Kokosnüsse in großen Eimern vor ihren Füßen Platz.

Kokosnussverarbeitung 

Mit einem Tuk Tuk fuhren wir eine kleine, holperige Straße durch Palmenhaine hinweg zum nächsten kleinen Familienbetrieb. Hier konnten wir einer älteren Frau zuschauen, wie sie Besen herstellt. Schlussendlich ging es mit dem Tuk Tuk wieder zurück an den Fluss, auf unser Boot und zurück an unsere Unterkunft. Dabei halten wir wieder eine frische Kokosnuss in den Händen. 

Anhand meiner Erzählungen hörst du vermutlich schon raus, dass die Touren in Ben Tre ganz klar auf Touristen ausgerichtet sind. Aber dennoch empfand ich die Tour als sehr interessant und spannend und würde dir dazu raten. Denn so konnten wir in einem Boot über den Mekong schippern, haben leckeres Obst probiert und konnten die bekannten Kokosnuss-Bonbons kosten, die wir als Souvenir sogar mit nach Hause genommen haben! 🙂

Tuk Tuk Fahrt zu kleinem Familienbetrieb, in dem Besen hergestellt werden

Touren in Ben Tre: ganz klar auf den Tourismus ausgelegt, aber dennoch empfehlenswert

Letzter Abschnitt der Tour: Rudern über einen der Flussarme des Mekongs

Fahrrad fahren durch Ben Tre

Die malerische Landschaft und die flache Umgebung machen Ben Tre zu einem optimalen Ort, sich aufs Fahrrad zu schwingen und die Ruhe und Kulisse zu genießen. Tatsächlich war das Radfahren meine liebste Beschäftigung, und das Mekong Home* hat uns Fahrräder kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dabei konnten wir eine 6 Kilometer und eine 12 Kilometer lange Route abfahren. Die Straßen sind ruhig, gesäumt von Kokospalmen und eine großartige Möglichkeit, auf eigene Faust kleine Dörfer, lokale Bauernhöfe, Obstgärten und das lokale Leben in dem eigenen Tempo zu entdecken. 

6 Kilometer Runde mit dem Fahrrad (Rundweg vom Mekong Home* beschrieben bekommen)

12 Kilometer Runde mit dem Fahrrad mit kurzer Fährenfahrt (Rundweg vom Mekong Home* beschrieben bekommen)

Can Tho: Hauptstadt des Mekong-Deltas

Can Tho ist die größte Stadt im Mekong-Delta, die viertgrößte Stadt des Landes und der Ausgangspunkt Nummer eins für Ausflüge in das Delta. Aber die wenigsten Besucher schauen sich die Stadt selbst an. Ehrlicherweise hat man auch nicht allzu viel verpasst, wenn man die Stadt nicht ausgiebig besichtigt, da es neben einigen Tempeln praktisch keine Sehenswürdigkeiten gibt. Aber wir wollen das Ganze nicht verteufeln, und ich bin immer ein großer Fan davon, einfach meine kleine Bauchtasche umzuhängen, nach einem hübschen Café zu suchen und meinen Spaziergang durch eine Stadt oder einen Ort zu starten. Denn irgendwas Sehenswertes gibt es immer, und wenn es das Beobachten der Einheimischen auf den Straßen ist. 

Dadurch, dass wir in Can Tho ein komplettes Apartment mit eigener Küche hatten, haben wir am Morgen selber Porridge mit Früchten und Nüssen gegessen. Dafür waren wir im großen Supermarkt VinMart. Und am Abend waren wir zweimal im Tinh Binh Vegeterian Restaurant, welches entweder 45 Minuten Fußweg von unserer Unterkunft House for All* entfernt lag, oder wir sind mit einem Grab für ein paar Minuten rübergefahren. Ansonsten war Can Tho vor allem so ziemlich das Ende unserer 4-wöchigen Reise durch Vietnam und wir wollten uns für ein paar Tage zurücklehnen und entspannen (was für mich bedeutet, dass ich mit meinem Kaffee auf dem Sofa und an meinem Reiseblog sitzen kann) bevor wir weiter nach Chau Doc gefahren sind und von dort nach Kambodscha übergesetzt haben.

🏡 House for All*
Aufenthalt: 3 Nächte
Kosten: 39 € gesamt

Can Tho für mich: weniger entdecken, mehr am Blog arbeiten und entspannen

Chau Doc: An der Grenze zu Kambodscha

Nahe der kambodschanischen Grenze liegt die Kleinstadt Chau Doc. Hier leben unter anderem die Minderheiten der Khmer und Cham, zum Teil in den schwimmenden Dörfern. In Chau Doc waren wir nur für 1 Nacht und das auch nur für wenige Stunden. Dabei sind wir einmal an der Uferpromenade entlang spaziert und waren in dem leckeren vegetarischen Restaurant Quan Chay Hoa An zu Abend essen. Unsere Unterkunft war das Dong Bao Hotel* (1 Nacht, 16 € für 1 Doppelzimmer) welches absolut ausreichend war und über den Gastgeber haben wir auch das Bootsticket zur Weiterreise am nächsten Morgen nach Kambodscha organisiert. In Chau Doc endete unsere 4-wöchige Reise durch Vietnam und mit einem Speedboot fahren wir früh am Morgen weiter in die Hauptstadt Kambodschas nach Phnom Penh.

Die Reise von Chau Doc in Vietnam in die Hauptstadt Phnom Penh nach Kambodscha habe ich in diesem Instagram-Beitrag ausführlich mit vielen Bildern dokumentiert. Schaut dort doch gerne mal auf meinem Account @aileentravel vorbei, um immer auf dem neuesten Stand der Reise zu sein! Ich freue mich! 🙂 

Chau Doc: Letzter Stopp der Vietnam-Rundreise

Quan Chay Hoa An: unscheinbares Restaurant, sehr lecker, sehr günstig – Empfehlung!

Dong Bao Hotel* in Chau Doc: Gastgeber hat das Bootsticket nach Kambodscha organisiert

Ausreise von Chau Doc (Vietnam) nach Phnom Penh (Kambodscha)

Um 6:30 Uhr checkten wir aus dem Dong Bao Hotel*, in der wir für eine Nacht in Chau Doc waren, aus. Die Tickets für das Speedboot von Chau Doc nach Phnom Penh haben wir übrigens durch unseren Gastgeber des Dong Bao Hotels* via Message-Funktion bei Booking.com organisiert bekommen. Dafür haben wir ihm Bilder unserer Reisepässe zugeschickt, er hat das Geld für die Tickets ausgelegt und als wir vor Ort an der Unterkunft ankamen, hat er uns nur noch die Quittung für das Bootsticket ausgehändigt und wir haben gezahlt. Mit der Quittung sind wir dann am nächsten Morgen für ungefähr 15 Minuten an das Victoria Hotel gelaufen. Dort legte unser Speedboot um 7 Uhr, nachdem alle Passagiere am Board waren, ab. Die Reisepässe wurden auf dem Boot eingesammelt, damit das Visum für Kambodscha vorbereitet werden kann. Kosten 34 € pro Person. Das Visum konnte bar in vietnamesischen DONG oder US-Dollar bezahlt werden, oder aber eine Mischung aus beiden. 

Um 8:45 Uhr gingen wir am Grenzposten von Vietnam runter vom Boot und mussten für eine Stunde schon ganz nah an der Grenze zu Kambodscha warten. In dieser Zeit wurde die Ausreise aus Vietnam dokumentiert und die Einreise für Kambodscha vorbereitet. Vermutlich könnte man einfach sagen: Wir haben an einer Art Raststätte am Mekong gewartet. 😀 Es gab Toiletten, man konnte was essen oder Kaffee trinken, es gab ein Souvenirgeschäft und wer wollte, der konnte seine restlichen vietnamesischen DONG in US-Dollar oder Khmer-Riel (KHR) tauschen. Die offizielle Landeswährung in Kambodscha ist der Khmer-Riel, aber es gibt ein duales Zahlungssystem mit dem US-Dollar. Nach einer Stunde Wartezeit ging es wieder zurück auf das Boot und 10 Minuten später standen wir bereits am Grenzübergang zu Kambodscha. Unsere Reisepässe wurden uns nacheinander mit der Immigration-Card ausgehändigt. Mit dem Reisepass gingen wir zur Passkontrolle in ein kleines Häuschen, sodass unsere Visa on Arrival (für 30 Tage, kein Passbild benötigt) in den Pass gestempelt werden konnten. Bevor das ganze Prozedere für alle Passagiere durch war, verging natürlich ein bisschen Zeit, sodass wir um 10 Uhr wieder zurück auf unserem Boot waren und für 3 weitere Stunden bis Phnom Penh weiterfuhren.

Um 13:30 Uhr kamen wir endlich in Kambodschas Hauptstadt an, schnappten uns ein TukTuk und gingen als Erstes im Wild Phnom Penh (die Kartoffelecken habe ich mit in den folgenden Tagen mehrmals gegönnt.. :D) essen, um danach mit den Backpacks an unsere Unterkunft Poolside Villa* (70c€ ingesamt für 1 Doppelzimmer, für 3 Nächte) zu laufen. Und das ist der ganze Zauber der Ausreise aus Vietnam und der Einreise nach Kambodscha! 🙂 

Dong Bao Hotel* in Chau Doc: 16 € insgesamt für 1 Doppelzimmer für eine Nacht
Speedboot von Vietnam nach Kambodscha:
40 € pro Person
(Organisiert durch den Gastgeber des Dong Bao Hotel)
Ablegestelle war hier am Victoria Hotel
Visa on Arrival für Kambodscha: Mit Bargeld (vietnamesischer Dong oder US-Dollar) auf dem Boot bezahlt für 34 € pro Person und ein Passbild war nicht notwendig (Stand Februar 2025)

Speedboot nach Kambodscha

Angekommen in Phnom Penh (Kambodscha)

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